Knospen

Eine Stunde lang redete ich mit Händen, Augenbrauen und Worten, um A. zu erklären, was Maikind – dieses fundamentale Gefühl der Ästhetik des Werdens – für mich bedeutet. Eine Stunde mit Naturmetaphern, mit Beispielen, mit sterilen Sätzen, mit „Bin ich noch kohärent?“, in der wir standen, saßen, lagen.

Maikind.info ist der Versuch, mein Werden darzustellen, in Form von Texten, die grundsätzlich immer sind. Es sollte die Oberfläche sein, an der ich frei atmen kann, und wurde wieder zur Welle, die über mir bricht.
Maikind.info ist zurzeit, was ich möchte, aber nicht wie ich es möchte.

Von Knospen zu Blüten

Während ich die ersten Absätze dieses Beitrags geschrieben habe, habe ich mich entschieden, mein Blog konsequent zu einem sich entwickelnden Wesen zu machen.

Das Blog wird in absehbarer Zeit (also noch 2015, denke ich) eine neue Gestalt erhalten. Ich werde das Theme nicht offline oder im geschützten Raum fertig entwickeln, sondern es schrittweise einspielen und umsetzen. Ich weiß nicht, wann das passieren wird.

Ich werde so schreiben, wie ich es für aktuell richtig empfinde. Ich denke immer, dass ich Dinge abschließen muss, damit ich über sie als Ganzes schreiben kann. Aber grundsätzlich muss ich überhaupt nichts.
Grundsätzlich geht es in meinem Leben weniger darum, dass meine Haare seit Samstag 20cm kürzer sind, als um das Gefühl der Schere in meiner Hand; weniger darum, dass ich Bücher gelesen habe, als um das Lesen selbst.

Eines Tages, wenn das Theme komplett fertig ist, wird Maikind.info erneut in Asche gelegt, um als mehrsprachiger Phoenix auferstehen zu können.
Ich habe in den letzten Monaten genug über die Möglichkeiten, auf WordPress ein mehrsprachiges Blog zu führen, gelesen und bin zu dem Entschluss gekommen, dass  eine neue und saubere Installation für mich der beste Weg ist. Bis dahin werden noch Monate vergehen.
Ich denke, dass ich mich auch dieses Mal wieder von allen alten Beiträgen trennen, einige aber erneut verfassen werde.

Von Blüten zu Früchten

Das Blog wird sich zwar auch in Zukunft vor allem an mir orientieren, aber ich hätte gern, dass ihr euch hier bewusst freier äußert.

Kommentiert gern Off-topic, stellt mir Fragen, fordert Dinge ein, macht mir Vorschläge, liefert eure Ideen ab. Ich werde darüber nachdenken und wenn es sich für mich richtig anfühlt, dann werde ich es umsetzen.

3 Comment

  1. RoM says: Antworten

    Mae govannen, Christin.
    Im Ideal der Fälle schreiben wir alle genau das, was uns im Augenblick der Niederschrift wichtig, ernst & wesentlich ist. Und viele von uns blicken auf alte Texte dennoch mit einem Augenbrauenschlag nach oben – „würde ich jetzt und heute nicht mehr so meinen, ausdrücken oder vielleicht auch nur denken!“.
    Aber wir wandern ja mit den Jahren, legen Strecken hinter uns, sind offen für den neueren Gedanken. Sprache entwickelt sie so; und die eigene zu finden oder fortzuschreiben mag ein wesentlicher Zug menschlicher Existenz sein. Hoffentlich auch bleiben.

    Ich werde gern wieder lesen & schreiben – hier.

    bonté

  2. Ich hab das kohärent gegoogelt, ich gestehe.

    Ich selbst als Bloggerin habe immer das Gefühl, wenn ich über etwas schreibe, dann muss es entgültig sein. Das ich dann meine Meinung bezüglich von Dingen, Menschen, Situationen nicht ändern darf, weil wenn ich wieder drüber schreiben würde, wäre es das Gegenteil und ich würde mir selbst widersprechen.

    Der Wandel des Menschen ist aber ein natürlicher Prozess!
    (Und vor allem wenn man eine Verhaltenstherapie macht XD)

    Von daher versuche ich gefallen an den Gedanken zu finden zu sagen: „Okay, meine Meinung hat sie geändert. Deswegen und Hier wegen hat sie sich geändert, früher war sie so (Link zum alten Beitrag) und hier nun die neue XD“
    Um nicht immer meinen zu müssen, den Blog löschen zu müssen, weil er sich sonst widerspricht 🙂

    Das du deinen Mehrsprachig machen möchtest, begrüße ich!
    Ich möchte in nächster Zeit versuche mir englischsprachige Lektüre anzueignen und ein Blog auf Englisch von jemanden der in meiner FB-Liste ist – herrlich, da kann ich dich bei Unklarheiten ausquetschen 😛 😀

    Btw: Ich hab vor kurzem eine gute Verwendung für „Feuchtgebiete“ gefunden. Hab es als „Schlagschutz“ beim Heimwerken verwendet, damit ich keine Kerben in s Holz schlag 😉

    Gruß

  3. Mehrsprachig finde ich auch schön.
    Und „mein Werden“ ist ja, für mich, phänomenal ausgedrückt.
    Ich bin gespannt auf die weiteren Gedanken von dir, die ich mitverfolgen darf.

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