Das war 2017!

Yasmin hat einen Jahresrückblick geschrieben und ich fühlte mich davon inspiriert.

Dinge, die 2017 besonders gemacht haben

  • Im Februar sind A. und ich für einen Tag zum Wandern in den Harz gefahren. Eigentlich wollten wir (weil ich die Königin der unrealistischen Ausflugsplanung bin) auf den Brocken steigen, was aber bereits an der Parkplatzsituation gescheitert ist. Am Ende sind wir von Torfhaus zurück nach Schierke gefahren und sind dort in der Nähe des Wurmbergs herumgewandert. Auch wenn wir bei der Route improvisieren mussten, war es dank strahlendem Sonnenschein ein wunderschöner Tag.
  • A.s Bruder hat uns im April für einige Tage in Leipzig besucht und ich habe mich gefreut, ihm die Stadt und den Kyffhäuser zeigen zu können.
  • Zum Geburtstag haben meine Eltern mir einen gemeinsamen Kurzurlaub in Oberwiesenthal geschenkt. Mein persönlicher Höhepunkt war unser Tagesausflug nach Karlovy Vary.
  • Ich wurde für das Referendariat in Brandenburg angenommen und bin zurück nach Eisenhüttenstadt gezogen. Während ich mich an meine neue alte Heimatstadt noch immer gewöhnen muss, bin ich sehr glücklich darüber, wie meine beste Freundin und ich uns unseren natürlichen Neigungen zum Trotz weiter regelmäßig beieinander melden.
  • Mein neuer Laptop (ein fünf Jahre altes, instand gesetztes MacBook Pro) und damit verbunden das Privileg, so ziemlich überall bequem spielen, lernen und arbeiten zu können.

Dinge, auf die ich 2017 lieber verzichtet hätte

  • Die Überlastungsverletzung im rechten Handgelenk, die über einen Monat brauchte, um einigermaßen auszuheilen. Das hört sich vielleicht nur halb so schlimm an, tatsächlich war mein Arm aber vom Ellbogen abwärts zu nichts zu gebrauchen und tat selbst vom Schonen regelmäßig weh. Manchmal merke ich noch jetzt, mehr als ein halbes Jahr später, dass das Handgelenk schwächer ist. Leute, hört auf euren Körper, trainiert eure Unterarme, Schultern und Rücken und kauft euch Vertikalmäuse.
  • Meinen Autounfall Ende September. Ich habe darüber nicht viel gesprochen, weil mir selbst nichts passiert ist (zumindest rein körperlich, mein Ego ist natürlich angeschlagen) und auch sonst zum Glück niemand verletzt wurde. Mein Auto war anschließend ein wirtschaftlicher Totalschaden und tatsächlich wurmt mich das am meisten: ich hatte lang darauf gespart, besaß es kaum 6 Wochen und kann mir spontan kein neues leisten. Dabei wäre das Leben in Ostbrandenburg mit Auto deutlich angenehmer.
  • Die herbe Enttäuschung, wenn ich Monate lang voller Vorfreude auf ein Buch gewartet habe und es dann einfach nicht sooo gut ist. Diese Tendenz hat sich 2017 sehr oft gezeigt (dafür war ich von Impulskäufen, die ich sofort gelesen habe, meist sehr angetan). Selbstsabotage kann ich super.
  • Selbstzweifel. Ich sollte sie wohl besser Wachstumsschmerzen nennen, weil sie genau das sind.

Dinge Bücher, die ich 2017 entdeckt habe und mit der Welt teilen möchte

  • „Beyond Words: What Animals Think an Feel“ (deutscher Titel: „Die Intelligenz der Tiere“) von Carl Safina. Wenn ich bis an mein Lebensende nur noch drei Bücher immer und immer wieder lesen dürfte, dann wäre „Beyond Words“ eins davon. Das Buch ist unglaublich gut geschrieben, ich habe sehr viel gelernt und allem voran regt es zum Nachdenken über unseren Platz auf diesem Planeten an, ohne mit Gewaltdarstellungen zu überrumpeln.
  • „A Natural History of Dragons“ (deutscher Titel: „Die Naturgeschichte der Drachen“) von Marie Brennan, weil Drachen nach Dinosauriern einfach das nächstbeste Ding sind. Außerdem ist es eine der schönsten Liebesgeschichten, die ich dieses Jahr gelesen habe und ich konnte mich mit Lady Trent auf vielen Ebenen identifizieren. Meine Vorlieben in Hinsicht auf Liebesgeschichten sind in der Tat etwas speziell. (Meine beiden liebsten Pärchenfilme sind übrigens „R.E.D.“ und „Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen“.)
  • „Sofiya Khan is Not Obliged“ (deutscher Titel: „Ausgerechnet du und ich“) von Ayisha Malik. Manchmal möchte ich Bücher mit tandaradei-Faktor lesen und dieses wurde mir in genau so einem Moment empfohlen. Romane sind eine der besten Möglichkeiten, ganz nebenbei etwas über andere Kulturen zu lernen und selbst wenn ihr nicht dieses Buch lesen werdet, dann versucht doch allgemein, diverser zu lesen.
  • „Uprooted“ (deutscher Titel: „Das dunkle Herz des Waldes“) von Naomi Novik. Als Kind habe ich osteuropäische Märchenfilme sehr gemocht und es war einfach schön, einen Roman zu lesen, dessen erzählte Welt von genau diesen Märchen inspiriert ist. Außerdem hing ich auch sehr an Agnieszka als Protagonistin.

Mein absoluter Lektüre-Top-Trend waren 2017 glaubwürdige und fähige Protagonistinnen. Liebe Autorinnen (denn tatsächlich sind es vor allem Frauen, die ermutigend und emanzipieren über und für Frauen schreiben), vielen Dank dafür.

Dinge, die ich mir für 2018 vornehme

  • Drei mehr oder weniger aktuelle Romane aus verschiedenen europäischen Ländern lesen. Eigentlich war das schon das Ziel für dieses Jahr (bzw. wollte ich 50 % meiner Lektüre diesem Projekt widmen), am Ende war mir dieser Anspruch an mich selbst aber zu hoch und deswegen habe ich dieses Projekt insgesamt fallen lassen.
  • „Teorema Catherine“ von John Green (also die italienische Übersetzung von „An Abundance of Katherines“) lesen. Einerseits möchte ich wirklich Italienisch lernen, andererseits eiere ich seit mindestens zwei Jahren immer nur damit rum und suche blöde Ausreden.
  • Wieder öfter über Bücher bloggen.
  • Fotos zeitnah ordnen und bearbeiten, damit der nächste Jahresrückblick bebildert werden kann. (Tatsächlich spielte mein Handgelenk dieses Jahr eine nicht unwesentliche Rolle.)
  • Mich weniger selbst sabotieren. Tatsächlich ist Königin der Selbstsabotage ein Krönchen, das ich auch gern mal absetzen würde.
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