Bücherregal, das.

Oder auch: The place where the magic happens. Wie ich neulich schrieb, ist mein Leben ohne volles Bücherregal nur zeitweise möglich. Es füllt sich wie von selbst ziemlich schnell auf.
Ich hatte schon seit etwas längerer Zeit vor, mein großes „Repräsentativregal“ (also das, das Besuch sich gern als erstes Detail in meinem Zimmer genauer angucken darf) gründlich aufzuräumen, allerdings fehlte mir dazu immer die Lust. Dann erlitt ich aber Anfang Oktober einen kleinen Wasserschaden und deswegen musste das Regal ein Mal komplett ausgeräumt, zum Trocknen in die Küche gelegt und an einem anderen Tag wieder eingeräumt werden. Ich hatte mir das Ende meiner Semesterferien durchaus etwas anders vorgestellt, aber daran lässt sich jetzt nichts mehr ändern.

Da das Regal nun so hübsch ist, dachte ich, kann ich es ja auch hier vorstellen. Wie ich ebenfalls schrieb: Meine Bücherregale sind ein ganz guter Gesprächsanlass, auch um mich persönlich etwas kennenzulernen.

Es ist ein weißes Billy-Regal, weil da einfach das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt und ich mittlerweile unschlagbar darin bin, Billy-Regale in allen Größen aufzubauen.
Auf den obersten beiden Regalböden steht Belletristik, lose nach Genre und Format sortiert. Die Wahrheit ist, dass ich einfach nicht so wahnsinnig viele verschiedene Genres lese: zum großen Teil milde Fantasy und leicht abgedrehte Romane. Es schließen sich Bücher über Philosophie und Religion sowie meine bunten Reclams an. Die Reclams sind in zwei Reihen gestapelt, wobei sich die Fremdsprachentexte hinten verstecken.
Studienbücher. Relativ unspektakulär. In der Hölle gibt es einen besonderen Platz für Menschen, die Notizen und Popcornkrümel in Bibliotheksbüchern hinterlassen – und weil es zu viele Exemplare dieser Sorte Mensch gibt, kaufe ich mir wichtige Bücher selbst. Darunter kommen Bücher zum Fremdsprachenlernen an, wobei die Grenze zu meinem Studium da schon irgendwie verschwimmt. Zu viele schöne Sprachen, zu wenig Zeit.
In der untersten, im Beitragsbild nicht sichtbaren Reihe, stehen große Bücher. Das ist bei mir eine eigene Kategorie, weil ich es ganz furchtbar und unpraktisch finde, wenn Bücher auf dem gleichen Regalboden in der Größe so sehr unterschiedlich sind.

Einhorn

Jeder Regalboden ist in sich geordnet, wobei es vor allem darauf ankommt, dass ich die Bücher schnell finde. Es kann also eine Ordnung nach Themen und Unterthemen sein, vielleicht auch nach Autor … Bei der Belletristik weiß ich meistens, wie der Buchrücken zum Buch aussieht, also gehe ich eher danach.
Die Ordnung ist zur Zeit auch durch den zugegeben sehr knapp bemessenen Platz bedingt. Meine französischen Bücher stehen zum Beispiel in einem anderen Regal – oder vielmehr, sie stapeln sich, weil das Fach komplett überfüllt ist. Ein Bibliothekszimmer wäre für mich ein echter Traum.

Neben den bekannten Trilogien „Die Tribute von Panem“ und „Cassia & Ky“ habe ich noch zwei weitere spezielle Lieblingsserien: „Die Söhne der Großen Bärin“ von Liselore Welskopf-Henrichund die Gestaltwandler-Serie von Nalini Singh. Bisher hat mir nur immer die Zeit und Gedudld gefehlt, beide Serien vollständig zu lesen.

Origami Einhorn Psalm 23

Wie man auch sieht: Da das Bücherregal zurzeit zu meinem Wohnbereich gehört (und sich daran so bald auch nichts ändern wird), steht auch etwas Dekoration vor den Büchern: Origami-Tiere, Familienfotos, Raumduft … Dinge, die die es lebendiger machen und laut meinen Namen rufen. Meistens gehört dazu auch ein Becher mit den Resten der heißen Schokolade vom Vorabend.

Direkt neben dem Regal steht das Tagesbett – und ja, das ist ein großes Plüsch-Schiggy. Im Allgemeinen reißt es sehr viele Sympathien an sich.

Und wie sehen eure Bücherregale aus?

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