Auch 2016 versuche ich noch, bei meinen Pflegeprodukten den Spagat zwischen empfindlicher Pso-Haut und Umweltverträglichkeit zu finden. Höchste Zeit also, nach über zwei Jahren wieder einige Produkte vorzustellen, die ich aufgebraucht habe!

Bio Seasons Eau Micellaire

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Mizellenwasser ist das Reinigungsprodukt, dem ich lange Zeit am kritischsten gegenüber stand. Letztlich brauchte ich aber ein Produkt zwischen Grobreinigung und Feuchtigkeitspflege und fand keinen ansprechenden Toner.

Verpackung: Es gibt das Mizellenwasser von Bio Seasons in zwei verschiedenen Größen. Ich hatte die größere gewählt, die mit einem Pumpspender daherkommt. Die kleinere kommt in einer normalen Flasche.
Für gewöhnlich bin ich ein großer Freund von Pumpspendern, bei Gesichtswassern finde ich ihn aber eher unnötig. Nachdem ich die Flasche einmal komplett aufgeschraubt hatte, um etwas vom Produkt für meinen Urlaub umzufüllen, war der Pumpkopf leider auch nicht mehr ganz dicht.

Duft: Das Mizellenwasser enthält Wirkstoffe aus Kiwi und Hibiskus und so riecht es auch: irgendwie nach fruchtigen Bonbons. Mir persönlich war es etwas zu viel, ebenso wie die Farbgebung der Flasche übrigens. Es wirkt äußerlich sehr wie ein Produkt für Kinder.

Anwendung und Hautgefühl: Für mich bei jedem Produkt der wichtigste Punkt, weil meine Haut innerhalb von drei Tagen komplett umschlagen kann. Das Mizellenwasser von Bio Seasons brennt nicht auf der Haut, auch nicht auf bereits geröteten Stellen. Davon war ich äußerst positiv überrascht.
Die Haut spannt nach der Anwendung auch nicht und fühlt sich zunächst angenehm sauber an. Sobald das Mizellenwasser aber trocknet, hinterlässt es ein leicht klebriges Gefühl, was ich je nach Tagesform mehr oder weniger störend fand.
Dadurch ist das Mizellenwasser für mich insgesamt kein Produkt für jeden Tag, für die problematische Zeit vor allem im Winter werde ich es aber sicherlich wieder bestellen.

Burt’s Bees Sensitive Daily Moisturizing Cream

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Bisher habe ich noch nicht die perfekte Feuchtigkeitspflege für mich entdeckt, aber ich gebe die Suche nicht auf! Diese Creme von Burt’s Bees ist aber auf jeden Fall einer der Spitzenkandidaten.

Verpackung: Die Creme kommt in einem Pumpspender mit schlicht gehaltenem Etikett daher. Pflegecremes sind das Produkt, bei dem ich diese Art der Verpackung am angenehmsten finde. Ich finde Tiegel aufgrund des Hygieneaspekts nicht ideal und aus Tuben quetsche ich grundsätzlich zu viel heraus. Der Pumpspender dieser Creme hat sie für mein Gesicht perfekt dosiert.

Duft: Irgendwo zwischen zurückhaltender Wildblume und quasi nicht vorhanden. Die Creme ist nicht vollkommen duftneutral, aber der Duft ist so schwach, dass ich ihn nicht richtig zuordnen kann.

Anwendung und Hautgefühl: Die Creme ist leicht flüssig und lässt sich dadurch sehr schnell und einfach auftragen. Sie zieht anschließend zügig ein und gibt der Haut ein gut gepflegtes Gefühl, ohne einen Fettfilm zu hinterlassen. Auf wunder Haut brennt sie minimal, was aber schnell aufhört.
Nach einer Weile habe ich allerdings bemerkt, dass meine Haut mehr Pflege und Feuchtigkeit benötigt. Mit der Creme allein fettet meine Haut unglaublich schnell nach, sodass ich sie im Idealfall wohl mit einem Feuchtigkeitsserum kombinieren müsste.
Unter dieser Bedingung ist sie für mich bisher aber durchaus ein Nachkaufkandidat, da ich damit eine Creme im Haus hätte, bei der ich mir sicher sein kann, sie immer zu vertragen.

Lily Lolo Mascara

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Natürlich ist es nur konsequent, dass ich auch meine dekorative Kosmetik nach und nach auf Naturkosmetik und wenn möglich auch vegane Produkte umstelle. Bei Mascara ist das aber alles andere als einfach, wie sich zeigte.

Verpackung: Wie bei allen Mascaras sehr unspektakulär: ein Röhrchen mit dem eigentlichen Produkt und ein Deckel mit integriertem Bürstchen.
Der Deckel hat am Gewinde leider Risse bekommen, wodurch ich etwas Vertrauen in das Gefühl verloren habe. Ich hatte das Gefühl, dass die ohnehin schon feste Mascara schneller ausgetrocknet ist als andere, kann aber nicht mit Bestimmtheit sagen, ob dies am Deckel lag.

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Anwendung und Haltbarkeit: Wie ich schon schrieb, ist die Mascara von Lily Lolo eher trocken und dickflüssig. Grundsätzlich bevorzuge ich diese Konsistenz gegenüber flüssigen Mascaras, allerdings enthielt diese von Anfang an kleine Klümpchen. Mit nur einer Schicht beim Alltags-Make-Up stellt dies noch kein Problem da, aber ab der zweiten Schicht werden die Klümpchen in den Wimpern sichtbar. Für Abend-Make-Ups mit stark betonten Augen ist diese Mascara also nicht geeignet.

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Was man der Mascara aber lassen muss: das Bürstchen ist großartig. Viele Hersteller überschlagen sich dabei, das Bürstchen möglichst eng zu binden. Bei meinen von Natur aus dichten Wimpern führt das allerdings dazu, dass das Bürstchen die Wimpern nach oben und gegen das Lid drückt, ohne viel Produkt abzugeben. Mit den etwas größeren Borstenabständen bei der Mascara von Lily Lolo hatte ich dieses Problem nicht und ich konnte meine Wimpern damit sehr schnell in die gewünschte Form bringen.
Die Haltbarkeit im Alltag ist durchschnittlich. Nach 12 Stunden Arbeit, Pendeln, Einkaufen und Ähnlichem hat sich unter meinen unteren Wimpern grundsätzlich etwas Produkt abgesetzt, jedoch nicht so, dass ich von Panda-Augen sprechen müsste.
Insgesamt ist diese Mascara also sehr okay und von den wenigen alternativen Mascaras, die ich bisher getestet habe, auch die beste. Allerdings hat sie mich nicht weit genug überzeugt, um sie bald wieder kaufen zu wollen.